Wir werden alle sterben!
Ich glaube, viele Texte von mir tragen diese Überschrift, und möglicherweise auch bereits einige Blöks - das kann ich kaum noch nachvollziehen, so fleißig wie ich hier rumblöke. Diesmal allerdings stimmt es wirklich, fürchte ich.
Irgendwelche verrückten Wissenschaftler in der Schweiß, oder in der Schweiz, machen irgendwelche völlig kranken Versuche mit Brotonen oder so. Da werden dann schwarze Löcher frei, die erst ganz klein sind, und dann unbemerkt, so wie eine Maus einen Käse von innen frisst, immer größer, bis sich dann eines Tages ein nicht mehr rückgängig zu machendes Stadium einstellt, in dem sich dann das ganze Weltall mit einem Schwupps so quasi nach innen und außen gleichzeitig umkrempelt und - schloorrk! - in so einem schwarzen Loch verschwindet.
Und dann ist alles weg.
So oder so ähnlich hat mir das meinen Freundin am Telefon erzählt. Ich hab nicht so genau hingehört, verstanden hab ich eh nichts, und weiter recherchiert ebenfalls nicht. Ich finde, einer gelungenen und phantasievollen Panikmache ist Recherche nur abträglich.
Gedacht hab ich mir nun folgendes: 1. Die Jungs müssen aber verdammt gut versichert sein. Wenn alles weg ist, dann wird das aber so richtig teuer, wenn man nur mal dran denkt, wieviel allein einzelne Sachen zum Teil schon kosten. 2. Kriminell finde ich das schon, so auf ne Art, weil die das ja nur aus Eitelkeit machen, um den Urknall zu simulieren, was überhaupt keinen praktischen Nutzen hat (wie für oder gegen Hunger in der Welt, neues Versmaß, und so...). Also nur wegen so nem Nobelpreis oder Zinnteller für den "besten Wissenschafler" töten die uns alle. 3. Das wird letztlich ihren Ruf eher schädigen als fördern, denke ich. Und 4. Beim totalen Verschwinden des Weltalls dabei zu sein, wäre auf der anderen Seite ja ein dermaßen nachhaltiges Naturschauspiel (wenn auch kurz), dass dieses Erlebnis mir fast schon den Preis eines vermutlich immerhin relativ schnellen und schmerzlosen Todes wert wäre.
Ich glaube, Ahne hat einen aktuellen Text mit einer ähnlichen Thematik geschrieben. Ich weiß es jedoch nicht, weil ich ihn mir morgen in der Reformbühne Heim & Welt anhören möchte, anstatt ihn zuvor zu lesen. Vielleicht arbeite ich auch diesen Blök zu einem Text aus, und lese ihn dort morgen ebenfalls vor. Es lohnt sich trotzdem zu kommen. Die anderen Kollegen sind sehr gut. Gäste werden sein Jochen Reinecke und Satz & Pfeffer. Letztere kommen übrigens aus der Schweiz, aber sie sind nicht schuld.
An dieser Stelle möchte ich mich ausnahmsweise mal in meiner Eigenschaft als Uschi Zimmermann persönlich zu Wort melden: Ich mache mir große Sorgen, wegen des Weltuntergangs, weil dann alle rücksichtslos in die Raumschiffe drängeln, und keiner auf mich achtet, und die haben sowieso mal wieder keine Rollstuhlrampen, das kennt man ja.
Ach, Uschi, halt's Maul. Wenn das ganze Weltall sich ins schwarze Loch schraubt wie ein besonders gelungener Stuhlgang ins Abflussrohr, dann helfen auch keine Raumschiffe.

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Aehemm
meint dummschlau
Konrad