Viel Erfolg noch
Trotz der starken Konkurrenz durch das Viertelfinalspiel Spanien- Italien, ließen doch immerhin sieben Zuschauer die Luft bei der Reformbühne Heim & Welt gründlich brennen.
Es war ein rauschender Abend! Alle, die stattdessen lieber dem 120minütigen spanischen Nagen am italienischen Stacheldraht, beigewohnt haben, werden es zutiefst bedauern. Alle, die nicht miterlebt haben, wie Stargast Konrad Endler, der häßlichste Junge der Stadt, unter anderem sein grandioses "du und ich" zum besten gab, haben grässliche Schuld an sich selbst begangen. Alle, die nicht da waren, waren nicht da.
Dafür waren die da, die da waren. Noch nie zuvor habe ich in so viele so glückliche Gesichter geblickt, sechs an der Zahl!
"Wieso sechs? Oben steht doch sieben", wird so manches Schlauermeierchen jetzt anmerken, doch Gemach: eine Zuschauerin verließ zur Pause den Ort unseres wohl größten Triumphs, seid es Lesebühnen gibt. Zuvor schrieb sie jedoch noch ins Gästebuch: "Das war sehr schön, aber ich verstehe kaum und schlafe ein. Viel Erfolg noch."
Ein Gästebucheintrag wie gemalt: Zugleich nachdenklich und zum Nachdenken anregend, mehrdeutig und doch freundlich. Wie schön kann alles sein!
Sehr schön war auch mein mittägliches Vorgelese im idyllischen Hof des Neuköllner Heimatmuseums im Rahmen von "48 Stunden Neukölln". Ich selber habe von alldem nicht viel mitbekommen, da ich durch eine Mittsommernachtsgeburtstagsparty komplett zugekatert war. Umso überraschter war ich dann, als ich heute per mail die Beweisfotos erhielt (alle von Mike): es ist tatsächlich wahr - ich bin dagewesen, und viele andere auch!



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