Noch eine Berichtigung
Und schon wieder hat das niedlichgrausame Fehlerteufelchen auf erbarmungslose Weise zugeschlagen. So befinden sich in meinem vorhergehenden Blök sachliche Fehler der ganz unverzeihlichen Art.
Unter dem noch durchaus zutreffenden Titel "Wir werden alle sterben", blökte ich, den aktuellen Text von Ahne, in dem es mutmaßlich um schwarze Löcher in den Regalen im Teutoburger Wald ging, selber nicht gelesen zu haben, weil ich ihn lieber zuerst im Rahmen der gestrigen Reformbühne Heim & Welt anhören wolle.
Nun, ich habe hier öffentlich gelogen, denn Ahne war nicht da. Er war in München. Und ich habe es eigentlich gewusst. Dann aber wieder vergessen. Was in mir die Frage aufwirft, wie man etwas vergessen kann, das man doch eigentlich weiß. Wie läuft so etwas ab? Welche chemischen Prozesse setzen wiederum andere chemische Prozesse in Gang, die dann einen Vergessvorgang auslösen, beziehungsweise aus Wissen Vergessen machen?
Würde sich die Forschung ausnahmsweise mal mit so etwas auseinandersetzen, anstatt immer nur Tiere zu quälen oder die ganze Welt zu zerstören, ließe sich womöglich ein Mittel wider das Vergessen finden. Als ich klein war, kleiner noch als heute, gab es sogar ansatzweise schon so ein Medikament. Es hieß "Einenhinterdielöffel". Zeigte ich mich in gewissen Dingen vergesslich, half manchmal sogar schon das bloße Angebot "Du kannst gerne 'Einenhinterdielöffel' haben". Der Nachteil an dem Präparat war, dass es nur von kurzer Wirkungsdauer war, und stets von Neuem verabreicht werden musste. Aber immerhin. Heute gibt es nicht einmal mehr dieses wegen angeblich schädlicher Nebenwirkungen vom Markt genommene Mittel.
Gott war gestern abend übrigens ebenfalls nicht da. Was man der Veranstaltung leider anmerkte. Doch das Schöne an einem solchem Abend ist, dass er immer die Gewissheit freisetzt, dass der nächste nur besser werden kann.

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