Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Artikel Neues vom Afrika-Cup

Neues vom Afrika-Cup

— abgelegt unter:

Leider geht er ja morgen schon wieder zu Ende: Der Afrika-Cup, der wie jedesmal auch bei seiner diesjährigen Auflage für aufsehenerregende Neuerungen zu sorgen wusste: Zunächst geriet bei der Anfahrt ins Gastgeberland Angola die Mannschaft von Togo in einen Hinterhalt kurz hinter der Grenze, wobei mehrere Mannschaftsmitglieder erschossen wurden. Togo stieg daraufhin beleidigt aus dem Turnier aus und wurde für diese grobe Unsportlichkeit mittlerweile für die nächsten beiden Turniere gesperrt. So muss Sportgerichtsbarkeit aussehen, die nachhaltige Verbesserungen im Fairnessbereich auf und außerhalb des Fußballfeldes erreichen will.

Auffällig auch wieder die Torhüter. Der am schönsten jubelnde Torwart der Welt kommt aus Ägypten. Seine Kombination aus Pirouetten, Kniefällen und verzerrtem Gesicht kennt man sonst eher aus Bauschussdarstellungen in Kriegsfilmen. Der Keeper von Mozambique wiederum darf als leuchtendes Beispiel dafür gelten, dass stark übergewichtige Männer auch außerhalb ihrer Stammsportarten Hammerwurf, Gewichtheben und Sumoringen im Leistungssport aktiv sein können. Und der merkwürdigerweise mit blauen Klebstreifen im Gesicht versehene Tormann von Algerien scheiterte zwar zunächst bei dem Versuch, dem Schiedsrichter einen Kopfstoß zu verpassen, doch die Sense gegen einen ägyptischen Gegenspieler vor seinem Platzverweis war dafür vom allerfeinsten.

Zwei weitere seiner reklamierenden Holzfällerkollegen flogen beim 0:4 gegen Ägypten vom Platz, so dass die algerische Zeitung "La Tribune" treffsicher titelte: "Besingt nur eure morbide Freude, ihr Heulsusen von Kairo!"

Ohne Fußballsport und Massentourismus wäre Völkerverbindung sicher nach wie vor ein Fremdwort.

Artikelaktionen