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Herzinfarkt

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Schon merkwürdig, dass die so genannte seriöse Berliner Tagespresse den (nichtsdestotrotz natürlich traurigen und frühen) Tod des Teddybärenpflegers Thomas D. mit riesigen Titelfotos aufmacht, während zur selben Zeit im Zehntelsekundentakt verhungerte und verseuchte Kinder von mit langen Krakenfingern direkt in korrupte Polizeistaatssyteme hineinpenetrierenden mafiösen Strukturen erschossen werden.

Dass dem Berliner Boulevard nichts anderes einfällt, ist dagegen ohnehin klar. "So vermeiden Sie einen Infarkt" wird auf einer heutigen Titelseite sinngemäß nachgetreten.

D. ist wohl in erster Linie einem Herzinfarkt erlegen, und da soll es dem Bild/B.Z./Kurier - Leser nicht ebenso ergehen. Schließlich wird er noch als zahlender Kunde benötigt.

Ich hab die Tips zwar nicht gelesen, aber ich hätte schon so meine eigenen Ratschläge:

- Nicht mit Journalisten sprechen.
- Schon gar nicht mit Boulevardjournalisten.
- Schon mal überhaupt nicht am eigenen Arbeitsplatz.
- Rummel vom Arbeitsplatz fernhalten.
- Sich nicht in die Arbeit reinquatschen lassen.
- Sich keinen Bären aufbinden lassen.
- Die eigene Adresse/Telefonnmmer/E-mail-Adresse geheimhalten.
- Sich nicht filmen und fotografieren lassen.
- Rechtzeitig den Arbeitsplatz wechseln.
- Wechselduschen.
- Rotwein trinken.
- Nicht rauchen.
- Regelmäßiger Sex.

So weit erstmal. Morgen dann vielleicht meine Tips gegen Erkältung. Vermutlich weitgehend dieselben.

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