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Greden gegen Schwiechenland

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Nachdem bei früheren großen Turnieren sich Fußballkenner die Perlen aus der Suppe pflückten, guckt seit dem Sommerbärchen 2006 jeder Geck jeden Dreck.

So litt vorgestern der Besuch bei LSD nicht nur unter dem Biergartenwetter, sondern ganz besonders unter der Übertragung einer inferioren Vorrundenpartie wie Greden gegen Schwiechenland, zwei Länder, von denen man bislang noch nicht einmal wusste, das die überhaupt ne Fußballmannschaft haben, geschweige denn, dass es sie gibt.

Die Länder.

Über die komplette Dauer der EM scheint das gesamte kulturelle Leben der Stadt lahmgelegt. Arme Lesebühnenautoren haben Hunger - ein Kollege soll schon dabei gesehen worden sein, wie er einen Igel ohne Käse aß. Wir sollten den europäischen Fußballverband Uefa auf Schadensersatz verklagen - die verdienen sich doch auf unsere Kosten dumm und dämlich.

Nun aber zu something completely different: Der Bachmannpreis steht mal wieder vor der Tür. Und wer trotz Depressionen, Armut und Trunksucht noch etwas zu lachen haben möchte, sehe sich einfach die Autorenportraits auf Video an. So ist in dem Bericht über Angela Reitzer die Rede von ihrem "Auszug in die große weite Welt des Prekariats" - tja, sei letzterem gesagt, wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

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Bachmannvideos

Kommentar von Robert weber am 13.06.2008 12:39
Ja, hab mir auch ein paar angesehen. Unter anderen Umständen könnte man sie als Schriftstellersatiren betrachten. Ein Klischee jagt das Nächste. (Besonders gefallen hat mir das Porträt einer leicht senil dreinblickenden und auch so sprechenden Autorin, deren Name mir schon während des Filmchens wieder entfallen ist und die ihre besten Ideen im Fahrstuhl bekommt.)