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Der Bart bleibt dran!

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Nun begab es sich im Laufe der vergangenen Wochen, dass sich in meinem Kopfgesicht zunehmend Haarfussel, -flusen und -gewächse ausbreiteten, die man irgendwann beim besten Willen nicht mehr nur als schlechte Rasur deklarieren konnte. Es war, so musste ich, mussten wir alle uns eingestehen, tatsächlich so eine Art Bart entstanden.

Zu gerne hätte ich das hier mithilfe eines Fotos demonstriert, doch leider habe ich keine Digitalkamera, so dass Blökbilder hier nur ausnahmsweise erscheinen, wenn beispielsweise der famose Falko Hennig, übrigens ein ganz ausgezeichneter Fotografiermeister, für mich die Bilder macht und sie mir zukommen lässt.

X. meinte ja, der Bart wäre sehr schön und so trug ich ihn mit Stolz und Freude.

Nicht nur, aber vor allem gestern abend nach der Reformbühne prügelte, hieb und teufelte ein widerwärtiger Mob dann auf mich ein, mobbte mich, wie überaus unvergleichlich doofbeschissen und lächerlich ich aussähe; wie abgesprochen heulte das Gesindel unisono höhnisch auf, die "Kollegen", die ich in der nebenstehenden Linkliste (was für ein traurigwahrer Doppelsinn!) noch "Freunde" nannte (wobei bereits beim Erstellen des entsprechenden Ordnertitels vorausahnend ein bitterironisches Schmunzeln meine damals noch unbebärteten Lippen umspielt haben mochte). Selbst meine leibliche Lieblingskollegin fiel in den Chor der Spötter (übrigens selber eine an eine frisch verschrottete Geisterbahn gemahnende skurrile Ansammlung außerordentlich hässlicher Gesellen) mit ein, diese Schlange, die ich allzulange am Busen meines Intellekts genährt hatte. Nur mit Mühe entging ich der sich anbahnenden Lynchaktion und machte mich weinend auf den Heimweg.

Auf einmal wurde ich, meine Schönheit betreffend, von Zweifeln gepackt und durchgeschüttelt. Vielleicht hatte X. ja, meine Scheißeaussehung als kleineres Übel in Kauf nehmend, mir die Wohlbärtigkeit raffiniert nur vorgegaukelt, damit mich keine anderen Mädchen mehr angucken, es sei denn mit einer Mischung aus Mitleid, Abscheu und Belustigung. Ich der Harem und der Bart mein Eunuch.

Um ein Haar hätte das Pack mich so weit gebracht, und ich hätte das Zeug aus meinem Gesicht rausgeschnitten, -gesäbelt und -gesägt. Dann aber dachte ich: Nein. Und dann nochmals: Nein. Und anschließend ein drittes Mal: Nein. Dreimal Nein dachte ich also, um das Geschehen der zurückliegenden eineinhalb Zeilen in eindreiviertel Zeilen zusammenzufassen.

Neinneinnein, der Bart bleibt dran. Ihr könnt mich mal. Ich werd euch zeigen, wo der Bartl den Most holt!

Und noch ein weiterer Nachtrag zur Bayernwahl: Ich verstehe auch diese ganze van-Bommel-Diskussion überhaupt nicht, da es nun mal keinen Sinn macht, einen offenkundig komplett Verhaltensgestörten aufzustellen, der in jedem zweiten Spiel unnötig vom Platz fliegt.

Artikelaktionen

recht so

Kommentar von X am 07.10.2008 16:05
denn du weisst ja: neid essen bärte auf.