Crazy things going on
Und schon wieder ist das Internetz heruntergefallen und in tausend Teile zerbrochen. Jetzt muss es alles wieder neu lernen wie ein kleines Kindernetz. Logopäde, Psychologe und Ergotherapeut drücken sich am Krankenbett gegenseitig die Klinke des Elends in die Hand. Doch es geht langsam aufwärts.
Zwar gehen merkwürdige Dinge vor sich: So spricht es auf einmal nur noch Englisch mit mir. Zum Glück kann ich das einigermaßen und wo's hapert hilft das Wörterbuch. Schlimmer ist da schon, dass mein superduper genialer hochkomischer bester aller Zeiten Blök von gestern verschwunden ist. Wie weggeblasen. Das Internetz kann sich an nichts erinnern.
Und das Teil war auch noch so lang, und ist mir gestern schon mal hopps gegangen und ich stand vor der Grätchenfrage, ob ich nun alles nochmal schreiben sollte. Kurz wollte ich weinen, dann schrieb ich es stattdessen trockenen Auges, Ohrs und Fußes neu. Jetzt tue ich keins von beiden. Leck mich, Bill Gates, dann hat es eben nicht sollen sein!
Dings meint, ich sei ja wohl komplett bescheuert, dass ich das nicht immer erst unter dem Ordner "Blök", "Geheim!" oder "Uschi Zimmermann" als normale Textdatei schreibe und sichere. Das fände ich aber dermaßen uncool und unspontan. Ich hau das hier lieber direkt rein wie mir der Schnabel durch den Kopf schießt. Große Kunst für den kleinen Moment. Eine Parabel der Vergänglichkeit in the event of disappear. I make that so, there can you you on the head put. Or in franchise: Le frommage est dommage, mais la beurre - ascenseur!
"Kuwitt, kuwitt", das Käuzchen, "Ruckediku", die Taube, "Blök", das Schaf, das liebe liebe Schaf. Ich wäre also auch gewappnet, wenn das Internetz auf einmal tierisch mit mir spräche.

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tierisch.