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Bin jetzt doch weg

Nachdem es zunächst so aussah, als könne ich das erste Mal in meinem Leben eine mannhafte Entscheidung treffen, werde ich nun heute morgen doch nach München fahren.

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Schee wars scho

Schee wars scho in Minga. Beziehungweise, für die, wo das nicht recht lesen tun können: Es war schön in München. Vor allem das Frühstück.

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Immer noch nicht

Eigentlich wollten wir die Heimseite schon gestern lontschen. Kam aber was dazwischen.

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Schwatzhafte Saison

Sie begeistern mich oft und schenken mir Glück: die ausgesprochen niedlichen Wettervorhersagen im Tagesspiegel. Diese Woche betreffend stand kürzlich zu lesen: "Am Mittwoch meldet sich der Sommer zu Wort".

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Windig und kühl

Heute ist also Mittwoch. Ich habe das Fenster geöffnet, um zu hören, was mir der Sommer zu sagen hat. Draußen jedoch ist nur Schweigen. Dazu ist es windig und kühl. Brrr! Sofort hab ich das Fenster wieder gründlich zugemacht.

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Jugendschutz

Auf Berliner Spielplätzen dürfe man ab sofort keinen Alkohol mehr trinken und nicht mehr rauchen, stand heute in der SZ.

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Guten Morgen, meine Schäfchen!

Ist es in Ordnung, die Leser meines Blogs auf diese etwas alberne Art zu begrüßen? Ich denke schon. Zumal es gar keine Leser gibt.

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Lesen in Frankfurt

Gestern war ich im Rahmen des Festivals LiteraTurm in Frankfurt. Und zwar im richtigen. In Frankfurt am Main.

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Krieg im Kopf

Kürzlich habe ich mich mal mit meinem persönlichen Welterklärungsmodell befasst.

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Vielen Dank!

Informatikexperten haben mich in der ihnen eigenen grundsympathischen und selbstlosen Weise darauf hingewiesen:

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Aus den Fingern gesogen

...hab ich mir dann für gestern abend doch noch einen zweiten Text. Darin ging es ums Wetter. Wie immer, wenn ich so gar nicht mehr weiter weiß.

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"Leo daj nam ich glowy!"

- "Leo, gib uns ihre Köpfe", schreibt die polnische Boulevardzeitung "Super Express" vor dem ersten Gruppenspiel der Polen gegen Deutschland am kommenden Sonntag (20 Uhr 45/kommt leider nicht im Fernsehen!)

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Fußballlesungen

Ein Wort wie ein Gefängnis, mit drei Balken in der Mitte. Das kann kein Zufall sein. Und tatsächlich war ich an zwei Abenden hintereinander bei Fußballlesungen gefangen.

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Public Viewing

Heute Morgen Kopfschmerzen und nichtendenwollendes starkes Nasenbluten aus dem linken Nasenloch - der rote Lebenssaft verließ mich wie die Ratten das sinkende Schiff.

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Back to the Roots

Die Reformbühne war gestern fast wie früher. Polenspiel und Sommerwetter lockten die Zuschauer in Massen. Woandershin.

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Schmidt haut uns nicht raus

Wegen eines Buchprojekts bin ich gezwungen, mir sämtliche EM-Spiele der Niederlande anzusehen. Wenn ich, wie gestern, gar keine Zeit dazu habe, sieht das dann so aus.

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Heute ist morgen

Ach nee, das klingt irgendwie nicht gut - ich fang nochmal von vorne an: Heute morgen ist...

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Greden gegen Schwiechenland

Nachdem bei früheren großen Turnieren sich Fußballkenner die Perlen aus der Suppe pflückten, guckt seit dem Sommerbärchen 2006 jeder Geck jeden Dreck.

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Brennendes Fleisch

Deutschland gegen Kroatien - ein Spiel, bei dem auf den Rängen traditionell jede Menge Pyrotechnik zum Einsatz kommt. Und so war es denn auch gestern.

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Ameisenalarm

Ameisen haben durch meine Küche mehrere Straßen gebaut. Auf denen laufen die emsigen Tierchen nunmehr in einem nichtendenwollenden Strom von da nach dort. Komisch eigentlich, dass man "Straßen "sagt, alldieweil die Herrschaften doch meist zu Fuß gehen.

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Mal über was Wichtiges schreiben

Alltagswischiwaschi sei das alles hier, behauptet meine Führungsoffizierin. Ich könne ja das Ganze besser gleich "Uli Hannemann blökt" nennen. Da hat sie Recht. Gefällt mir übrigens selber auch viel besser.

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Türkische Früchte des türkischen Sieges

Ich kämpfe mittlerweile an allen Fronten gleichzeitig: Ameisen-, Schlechtwetter-, und seit gestern abend kommt auch noch die Türkenfront dazu.

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Deutschland!

Gestern war der wohl schönste Tag in meinem Leben: Meine geliebte Heimat, Deutschland, hat ein Fußballspiel gewonnen.

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Geländerbesitzer

Wie jeden Tag habe ich auch gestern mein Fahrrad am U-Bahneingang zum Bahnhof Hermannstraße angeschlossen.

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Heute ist Donnerstag

Gestern war Mittwoch und morgen ist Freitag. So geht das nun schon seit Jahren, ohne dass Aussicht auf Besserung in Sicht wäre.

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Der Morgen nach dem Triumph

Nachdem die ganze Nacht hupende Autos vor meinem Haus hin- und hergefahren sind, herrscht nun Katerstimmung.

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Matheklausur wiederholen

"Die schriftliche Matheprüfung für den mittleren Schulabschluss muss wiederholt werden". Das hat das Verwaltungsgericht im Eilverfahren entschieden.

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Dejà vu

Falls sich das so schreibt. Das ist Französisch, eine Sprache, die man immer gerne zu Hilfe zieht, wenn man einen besonders unangenehmen Sachverhalt elegant verbrämen möchte.

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Viel Erfolg noch

Viel Erfolg noch

Trotz der starken Konkurrenz durch das Viertelfinalspiel Spanien- Italien, ließen doch immerhin sieben Zuschauer die Luft bei der Reformbühne Heim & Welt gründlich brennen.

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Riesenarschlochistan

"Egal, wer das Spiel Deutschland gegen Türkei gewinnt - die Türken und die Deutschen sind längst zusammengewachsen", schreibt die Taz am heutigen Mittwoch auf ihrer Titelseite.

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Gelegenheit verpasst

Gelegenheit verpasst

Mittwoch abend habe ich doch tatsächlich die einmalige Gelegenheit verpasst, den Außenminister der Bundesrepublik Deutschland zu ermorden.

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Eigentlich doch schade

Mit dem linken Ohr lausche ich dem Ingemar-Bachman-Wettbewerb in Karlsruhe, einer Art Lesebühne explizit für langatmige Geschichten.

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Zensierte Meinung

Mein Tipp war nicht im Blatt. So prominent, dass ich die Wahrheit sagen darf, bin ich dann nun auch wieder nicht.

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Jetzt ist es doch so weit

Auf den üblichen Pressehinweis für "LSD - Liebe statt Drogen" an die Berliner Stadt- und Programmzeitschrift "Zitty", erhielt ich als Antwort eine Mail der Firma "Cine Marketing GmbH".

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Megatürken und Rieseninder

Nach langer Zeit bin ich mal wieder am Brückenimbiss gewesen auf der Kottbusser Brücke. Der wird auch immer größer: Mittels zusätzlicher Tische und Bänke am Kanalufer entlang hat er mittlerweile schon fast die Ausdehnung eines veritablen Kleinstaats ereicht.

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Jetzt aber mal was extrem Privates

Wer nicht wissen möchte, über was und mit wem ich mich abends beim Bier unterhalte, möge an dieser Stelle seinen Monitor mit einem Hammer, schweren Stein oder der zufällig herumstehenden Bronzebüste von Hubert Burda zerschmettern (Ausschalten ginge natürlich auch). In einem typischen Altherrenbiergespräch mit meinem wie ich stramm auf die eine Million Jahre zugehenden Freund kamen wir einmal mehr zu dem Schluss: "Am besten ist es, wenn die Frauen so richtig jung sind!"

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Viele Umzüge

Meine Nachbarn ziehen gerade ein oder aus. Mir egal eigentlich, Hauptsache das geht mal ein bisschen leiser hier.

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Lesen auf dem Fußballplatz

"Geht das?", wird sich nun so mancher fragen, "liest man nicht besser in einem Lesesaal? Und spielt man auf einem Fußballplatz nicht besser Fußball?"

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Angenehm voll

Angenehm voll waren wir gestern abend bei LSD. "Muss das nicht heißen 'mit LSD'?", wird jetzt so mancher fragend an seinem Bleistift nagen. Ich aber werde antworten: "Kommt ganz darauf an".

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Angenehm leer

Angenehm leer war es gestern im Kino. Der Film war gut. Leider habe ich den Titel vergessen, und auch worum es ging.

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Ein allerletztes Mal?

Meine aufblasbaren Isomatten habe ich auf Löcher überprüft. Ergebnis: Eine Matte hat ein Loch. Ich werde es flicken müssen, darin besteht kaum ein Zweifel. Aber wie? Des weiteren habe ich zwei Tage lang das alte Zweimannzelt, das mir noch nicht einmal gehört, in Haarshampoo eingeweicht, um das zehn Jahre alte Roskilde-Aroma aus Dosenbier, schlechtem Gras und Norwegerpisse zu verscheuchen. Und wozu das alles?

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Mord ist Sport

Mord ist Sport

Endlich sind die Kopfbilder eingetroffen von meinem Kopf, auf denen mein Kopf zu sehen ist, wie er am vorigen Wochenende aussah.

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Weiter im Text

In all dieser Aufregung um meine Kopfaugen habe ich doch fast den großen Plan aus den Augen verloren, sowie die versprochene schrittweise Auflösung des Rätsels.

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Die Bahn lügt

Fast jede der beschwichtigenden Behauptungen der Bahn zum ICE-Unfall in Köln sind mittlerweile vom glücklicherweise übergeordneten Eisenbahnbundesamt (EBA) offiziell widerlegt worden.

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Doll was passiert

Vorgestern abend muss auf dem Hermannplatz doll was passiert sein. Überall Feuerwehr und Polizei und ein unheimlicher Auflauf (nicht zum Essen jetze).

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Duftende Jugendliche

Vorhin bin ich im Park gejoggt. Auf jeder Runde kam ich an einer Bank vorbei, auf der vier Jugendliche saßen, und dem Geruchsvernehmen nach Gras rauchten. Das hat mich ein wenig neidisch gemacht.

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Düsteres Geheimnis

Nicht allen ist bekannt, dass Berlin mehr Brücken als Venedig hat, weshalb es auch "Amsterdam des Ostens" oder "Stockholm für Arme" genannt wird. Diese Brücken sind natürlich nicht nur einfach so aus Jux und Dollerei in die Gegend gestapelt worden - es gibt vielmehr knallharte Gründe: Ein weit verzweigtes Netz aus Kanälen, die zu tief sind, um einfach hindurchzuwaten oder mit dem Auto durchzufahren.

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Funkwelle FM

Zwei Tage lang habe ich mal Pause gemacht an einem schönen See im Brandenburgischen. Das Wetter war mir so danach. Es war schön wie wir. Alles war sehr harmonisch: kleine Kinder vertrugen sich mit Hunden, Berliner mit Einheimischen, Juden mit Arabern. Sogar die Nazis waren nett.

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Die Barbiepuppe des Grauens

Nach dem Autorenfußball gestern abend gestand mir Florian Werner, dass es, selbst, wenn ich schnell liefe, also geradezu sprinte, es aussähe, als ginge ich einfach nur so zu Fuß vor mich hin.

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Kulturkritik

Die Gentrifizierung der Neuköllner Gastronomie macht auch vorm Hermannplatz nicht Halt. So gibt es neben dem immer leeren und dunklen Glutamatthaichinesen mit dem überfüllten Goldfischteich neben dem Tresen schon lange den leckeren In-Vietnamesen voller hektischer junger Leute. Alles Experten für Wirtschaft, Werbung und Kultur - so hörte ich gestern vom Nebentisch: "Spastenscheiße".

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Sex, Sex, Sex und noch mehr Sex!

Ich blöke hier ja noch nicht so wahnsinnig lange. Immerhin aber habe ich bereits herausgefunden, über welche seltsamen Suchbegriffe manche seltsamen Menschen hier auf meine Seite stoßen. In jeder dunklen Nacht, die der Teufel werden lässt, scheinen hunderte von Menschen mit heruntergelassenen Unterhosen in ihren Heimwerkerkellern zu sitzen und sich mindestens die Finger wundzugugeln.

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Die Auflösung

Das Jahr ist schön langsam in Auflösung begriffen. Blonde Blätter (nee, gelb, sagt man wohl) treiben, von einem aggressiv anmutenden Wind vor sich her gepustet, über ferienverlassene Straßen.

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Im Asyl

Heute versuche ich erstmals von ganz weit weg zu Hause in meinen Komputer und in diese Heimseite hineinzuschreiben. Ich bin total aufgeregt und tierisch gespannt, ob das klappt...

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Alte Freundin, Freundin Alter

Zu Besuch in dem Kaff, wo ich weitgehend aufgewachsen bin. Weitgehend insofern, dass ich schon vorher angefangen habe zu wachsen, und jetzt immmer noch ein wenig wachse, wenn auch mehr nach innen und außen und in die Breite und nach oben ist Schluss.

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Karl-Heinz-Rummenigge

Gerry Ehrmann, Lothar Matthäus, Egon Cordes, Ciriaco Sforza, Maik Franz, Christoph Daum, Ronald Koemann, Christian Wörns, Berti Vogts, Stefan Effenberg, Otto Rehagel, Hugo Sanchez, Werner Lorant und dieser maßlose rumänische Riesenidiot aus den 80er und 90er Jahren, der auch mal in Italien und/oder Spanien gespielt hat und dessen Namen ich verdrängt haben muss.

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Heimkommen

Zurück sind wir mit dem Zug gefahren. Der blieb ständig stehen, und wenn nicht, dann bumperte es hart vom Bereich der Wagenradachsen her: erneut war wohl ein Schaf zum Erliegen gekommen. Wir stellten uns vor, wie die anderen Schafe nun traurig sind. Das nächste mal fliege sie wieder, sagte X., die edle Umweltsau. Ich sagte Madrid. Sie sagte Dumichauch.

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Umwelt ist Dummwelt

So stand es in der Zeitung: ein junger Buckelwal, der sich in eine Bucht nahe Sydney verirrte, hat dort auf der Suche nach Muttermilch an einem Boot genuckelt.

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Happy birthday, Nichttürke!

"Oje. alte und frustrierte Männer feiern sich selbst."

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Privatistisches Gejammer

So möchte ich, mit ein wenig Abstand betrachtet, meinen Blök von gestern großenteils nennen. Ich glaube nicht, dass das Wort "privatistisch" existiert. Aber es gefällt mir. Liegt irgendwie in der Mitte zwischen altmarxistischem Zauselgeblubber und neoliberalem Bionade-Sprech und entspricht damit haargenau meinem Persönlichkeitsprofil.

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Bestechung

Der Paketmann kam, und hat mir ein schweres Paket in den vierten Stock hochgebracht. Ich habe ihm wie immer zwei Euro gegeben, weil ich hoffe, dass er sich das merkt.

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Drogen verkaufen im Park

Riesenrazzia heute in der Hasenheide. Zuerst latschen zwei Typen vor mir her, die zehn Meilen gegen den Wind als Zivis auszumachen sind: Muckibudengestählt, 35 Jahre, 1 Meter 85, Kurzhaarschnitt, betont lässig, Kapuzenpulli. Wo haben die das bloß gelernt? (Erinnert mich an einen Dialog bei "Asterix": "Ah, großartig, da sage noch einer, dass die Kunst der Tarnung in der römischen Legion nicht beherrscht wird!" - "Äh, Zenturio, das ist die Hecke zum Gemüsegarten - der getarnte Spähtrupp steht hier...")

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Einwurf zur Weltpolitik

Schon lange habe ich keinen Einwurf zur Weltpolitik mehr gemacht. Heute werde ich das auch nicht tun - wozu auch?

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Auf eigene Gefahr

Neben dem "Salon Schmück" an der Skalitzer Straße (ja, ich war schon wieder in Kreuzberg, Neukölln ist dem Herrn Starautor ja auf einmal nicht mehr gut genug, er hält sich jetzt für was besseres, dieser verkokste speckige Literaturbetriebsschreibwanst, ja ja...) befindet sich ein Laden, der Irgendwas verkauft. Das wäre nun an und für sich nichts besonderes. Irgendwas verkaufen viele. Besonderer ist da schon die aus einem ehemaligen Fahrradständer liebevoll gebaute und bemalte "Hundetränke". Und am besondersten ist die Aufschrift auf dem dazugehörigen Schild: "Nur für Kunden! Benutzung auf eigene Gefahr!" Hunde, wollt ihr ewig lesen?

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Der große Regen

Jetzt endlich habe ich mich so weit wieder gesammelt, dass ich darüber schreiben kann: Über den großen Regen vorgestern abend. Ich lag wie üblich gerade auf dem Sofa, als ich von einem lauten Geräusch, ach was, es waren ganz viele leise, die sich also zu einem lauten Gerausche (ein so genanntes Quantumetantum; Singular als Sammelbegriff vieler Geräusche und zugleich deren Plural) vereinten. Halb neugierig, halb ängstlich erhob ich mich von meiner Denkstatt und blickte aus dem Fenster. Was ich dort sah, ließ mir fast das Bier in den Adern gerinnen.

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Kunstkacke im Multiplex

Das nächstgelegene Kino, in dem der Film lief, den wir gestern gucken wollten, war leider das riesige Cinemaxx am Potsdamerplatz. Die Spielstätte passte eigentlich gar nicht zu dem dänischen Film, der noch nicht einmal Untertitel besaß (Zum Glück war er synchronsiert). Obwohl ein gewöhnlicher Spielfilm, fällt er für Multiplexverhältnisse sicher schon unter den Oberbegriff "Kunstkacke". "Kino 817", sagte denn auch der Mann an der Kinokasse, und schob wie warnend nach: "Das ist ein sehr kleines Kino. Erste oder zweite Reihe?"

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Honi soit qui mal y pense

Honi soit qui mal y pense

wie der Kirgise sagt, beziehungsweise auf deutsch: "Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen." So möchte ich mich gleich heute an die Dokumentation einer aufregend schönen und bizarren Sumpfblüte machen, die ich im schlammigen Pfuhl der Literaturkritik zu entdecken die außerordentlich große Freude hatte.

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Sich gut fühlen.

Schon gestern morgen, gleich nach dem Aufwachen, hatte ich ein richtig gutes Gefühl. "Das wird heute abend was", rieb ich mir innerlich die Hände, lehnte mich in meine goldenen Brokatkissen zurück, um so das gute Gefühl auch körperlich sacken zu lassen, und genoss es einfach. Was für ein herrliches Geschenk: Zu wissen, dass einfach nichts schief gehen kann, dass der Triumph mit seinen kleinen kräftigen Stummelbeinchen auf dem Silbertablett dahermarschiert kommt, unaufhaltsam, selbstverständlich, selbstbewusst.

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Weltanalphabetentag - wir feiern mit

Wie üblich hinke ich auch diesmal wieder exakt einen Tag dem Ereignis hinterher: Gestern war, wie jedes Jahr exakt drei Tage vor dem 11. September, Welttag des Analphabetismus. Das soll mich nicht daran hindern, allen Analphabeten herzlich zu gratulieren. Nachträglich.

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Berichtigung

Ich hab Kacke gemacht. Na ja, eigentlich nicht ich, sondern Uschi Zimmermann. Aber irgendwie bin ich ja auch mitverantwortlich, solange ich meinen guten Namen dafür hergebe.

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Wir werden alle sterben!

Ich glaube, viele Texte von mir tragen diese Überschrift, und möglicherweise auch bereits einige Blöks - das kann ich kaum noch nachvollziehen, so fleißig wie ich hier rumblöke. Diesmal allerdings stimmt es wirklich, fürchte ich.

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Noch eine Berichtigung

Und schon wieder hat das niedlichgrausame Fehlerteufelchen auf erbarmungslose Weise zugeschlagen. So befinden sich in meinem vorhergehenden Blök sachliche Fehler der ganz unverzeihlichen Art.

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Hitlerkatzen

Es ist manchmal schon sehr interessant, mit was sich die Menschen so beschäftigen. Einige schlagen den ganzen Tag ihre Köpfe gegen dünne Holzwände und singen dabei leise vor sich hin. Andere wiederum übernehmen gerne Funktionärsposten in Vereinen.

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Das Saarland ist da!

Gestern abend, die Uhr schlug so etwa 23 Uhr 33, überkam mich bei einem Glas Wein und einer Tüte Kartoffelchips auf einmal wie ein Schluckauf die Idee, meine legendäre Saarlandserie prominent auf diese Seite zu stellen. Kuckstu rechts oben!

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Offener Kanal

Der "Offene Kanal", oder "offene Knall", wenn man unter Einsparung eines Buchstabens die Sendung gleich im Titel treffend typisieren möchte, ist ein Fernsehformat, in dem "Bürger" "senden" dürfen, "was" sie "wollen". (Ich hoffe, dass ich alle Gänsefüßchen richtig gesetzt habe)

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Deutsches Liedgut

"Finger im Po - Mexiko/Paris, Athen - auf Wiedersehn...": So schallte es gestern abend nach dem Training pausenlos durch die Vereinskneipe von Blau-Weiß Berolina. War das Lied zu Ende, fing es sofort von vorne an - da schien der sehr aufmerksame Wirt genau zu wissen, was er seinen Gästen schuldig war.

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Herzinfarkt

Schon merkwürdig, dass die so genannte seriöse Berliner Tagespresse den (nichtsdestotrotz natürlich traurigen und frühen) Tod des Teddybärenpflegers Thomas D. mit riesigen Titelfotos aufmacht, während zur selben Zeit im Zehntelsekundentakt verhungerte und verseuchte Kinder von mit langen Krakenfingern direkt in korrupte Polizeistaatssyteme hineinpenetrierenden mafiösen Strukturen erschossen werden.

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Ich lebe noch

Das hätte ich mir beim besten Willen nicht träumen lassen. Da blöke ich einmal drei Tage lang nicht und schon geht ein Aufschrei durchs Volk, als fiele Knuts Ausstopfung und die Benzinpreiserhöhung auf 17 Euro je Liter auf einen Tag. Waschkörbeweise Post (alles geklaut, da abwesend). Wütende Anrufe (die ich zum Glück nicht mitbekam, da abwesend) durchbohrten wie Granaten des geharnischten Protests meinen heimischen Blök-Kommandostand - sogar eine Mail rutschte durchs Telefon hindurch irgendwie in meinen Computer hinein, und - schlupps:

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Alles grau

Es ist nun wieder die Zeit gekommen, in der viele Menschen, freundlich ausgedrückt, fragwürdige Mützen tragen. Nun gut, es kommt da wahrscheinlich auch nicht mehr so drauf an. Die Blätter fallen, Kälte und Dunkelheit hauen sich gegenseitig das Zepter auf den Dez, da denkt sich der Mützenträgermensch: "Sieht doch eh keiner, und wenn doch, dann auch egal - alles ist egal..."

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Im Kampf gegen die Piraten

Gestern versehentlich noch den Rest der Nachrichten gesehen: Die Bundesregierung diskutiert, im Kampf gegen die Piraten im indischen Ozean drei Fregatten nach Somalia zu entsenden.

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Gefechtspause

Werbung auf Sat1: Krombacher. Das ist Bier. Deutsches Bier während "Saving Private Ryan". Gerade ist wieder ein Soldat gestorben. Unser Volk hat viel Leid über die Amerikaner gebracht, das muss auch mal gesagt sein.

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Der Bart bleibt dran!

Nun begab es sich im Laufe der vergangenen Wochen, dass sich in meinem Kopfgesicht zunehmend Haarfussel, -flusen und -gewächse ausbreiteten, die man irgendwann beim besten Willen nicht mehr nur als schlechte Rasur deklarieren konnte. Es war, so musste ich, mussten wir alle uns eingestehen, tatsächlich so eine Art Bart entstanden.

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Schon wieder schönes Wetter

Langsam nervt's ganz ordentlich. Kaum steht man morgens auf, und zieht den Kleiderschrank vom Fenster weg, wo er nachts als Gardine dient, um nach draußen zu gucken und guckt dann auch tatsächlich nach draußen, ist schon wieder schönes Wetter. Das ist im Grunde genau das, was ich am Herbst so hasse. Und an den anderen Jahreszeiten auch.

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Rauchen tötet

Als ich vorhin im Kaufladen von Tante Edeka am Zeitungsständer kurz die Titelseiten von Springers Klopapierabteilung scannte, stolperten meine triefenden Äuglein über eine tragische Titelmeldung: Ein Berliner Jäger ist von einem kapitalen Keiler erlegt worden.

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In Memoriam

Tja, so schnell kann's gehen. Gestern noch munter durch die Gegend gesprungen. (Oder wars vorgestern?). Und heute schon "unter einer Kiefer" begraben, wie der Boulevard zu berichten wusste. Ein Demagoge, ein smarter Rheoriker, hart in der Sache, gut zu Tieren. Nun, es war wirklich kein ganz einfacher Mensch, den es da mit Karacho aus der Kurve trug.

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Streik - und keiner merkt's

Ich brauche einen neuen Reisepass. Der alte ist seit 100 Jahren abgelaufen, ungültig, verloren, weggeschmissen, zu Staub zerfallen - was weiß ich. Leider muss ich zu diesem Zweck das Bürgeramt Neukölln aufsuchen, das besser Antibürgeramt hieße.

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Australien

Wozu sollte ich um die halbe Welt fliegen, nur um in eine haiverseuchte Wüstenei zu gelangen, wo eine mit ihrem keltischen Hauttyp sagenhaft deplazierte Bande von Ex-Kriminellen ihre Mischung aus US-amerikanischer Großmäuligkeit, kanadischem Hinterwäldlertum und britischem Proll unter ungnädiger Zuhilfenahme von schlechtem Bier und Wet-T-Shirt-Contests inzestuös vertieft, während sie unter einem gigantischen Ozonloch lebendig gebraten wird.

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Versenkt Mehdorn!

55 Minuten Verspätung zwischen Berlin und München - ich war dabei! Zum einen war die Neigetechnik abgeschaltet, da die Bahn, aus Erfahrung klug geworden, der eigenen Technik längst nicht mehr traut. Zum anderen sprang im Thüringischen vollkommen unerwartet eine Baustelle auf die Strecke und verurteilte diese kaltlächelnd zur Eingleisigkeit. Dennoch zeigt die Bahn eine gewisse Scheu, die eine Stunde vollzumachen. Es soll da jetzt so unangenehme Kundenrechte geben...

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Matt in drei Atemzügen

Die Schnupfensaison hat begonnen. Vor allem die traditionell besonders unvernünftigen Wasservögel bekommen nasse Füße und erkälten sich. So ist, was der unerfahrene Städter für Fehlzündungen einer Harley Davidson hält, oft nur ein hustender Habicht aus dem nahegelegenen Park, während das Niesen der Drossel zum Täuschen dem Laubsaugerheulen auf dem Bauhaus-Parkplatz ähnelt. Und doch sind all diese schrecklichen Geräusche lediglich Vorboten einer noch weit schlimmeren Erkrankung, bis es wie immer zur kalten Jahreszeit schließlich so weit ist – Vogelgrippe:

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Zur aktuellen Lage

Eigentlich wollte ich gar nichts dazu sagen. Zuviel Unsinn wird allerorten längst geredet, der mich in einem Maße wütend und betroffen macht, das mit "gehörig" nur unzureichend umschrieben ist. Aber natürlich habe ich die Erwartungen gespürt. Von keiner Seite teufelten sie auf mich ein, zirpten, fauchten und bettelten die Arglosen ins Internetz und zum Teil direkt in meinen Teil davon hinein, der wo auf dem Monitor - ein modernes Wort für Bildschirm - dann erscheinen tut (ich weiß immer noch nicht, wie das geht und bin gerade ganz blass vor Aufregung): "Sag was dazu, los, du..."

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Die Magie der Nacht

So titelt die aktuelle Ausgabe des Berliner Stadtmagazins "Zitty". Untertitel: "Was in Berlin passiert, wenn das Licht ausgeht." Das hat mich schon lange interessiert, das wollte ich unbedingt wissen.

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Versöhnung

"Versöhnet, verzeihet - nicht verhöhnet, entzweiet; so sei es, juchhei - tandaradei!"

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Fremdgegangen

Am Sonntag bin ich fremdgegangen: Anstatt bei der Reformbühne Heim &Welt vorzulesen, tauchte ich wie ein Föhn aus der Tasche urplötzlich im ersten Stock des Café Eisbein auf, um bei der "Lesebühne des Westens" aufzutreten.

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Glück

Eigentlich komisch, dass ich ausgerechnet heute, da das Internetz kaputtgegangen ist und ich mich, während links und rechts geklopft, gehämmert und repariert wird, mich mühsam wie ein Specht in meine eigene Heimseite hineinhacken muss, um neue Textwürmchen und -käfer heineizusetzen (bin gespannt, ob das überhaupt geht), zum Thema Glück blöke. Doch mir ist ein Sumpfschrat im Traum erschienen, und der hat gesagt, ich soll das machen.

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Murmeltierverkauf

Tja, fast habe ich ihn verpasst, den jährlichen Murmeltierverkauf, der traditionell den Beginn der kalten Jahreszeit einläutet. Da ich aber abends schnell noch mal nach draußen musste, um Bier, Crack und Gummibärchen zu besorgen, konnte ich es dann nicht übersehen.

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Crazy things going on

Und schon wieder ist das Internetz heruntergefallen und in tausend Teile zerbrochen. Jetzt muss es alles wieder neu lernen wie ein kleines Kindernetz. Logopäde, Psychologe und Ergotherapeut drücken sich am Krankenbett gegenseitig die Klinke des Elends in die Hand. Doch es geht langsam aufwärts.

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Jeden Tag was Neues

Jetzt ist auf einmal das DSL tot, und nachher wahrscheinlich das DSF. Macht nichts: Uefa-Cup-Übertragungen anzugucken, ist ohnehin selbst für den Fußballinteressiereten die luxuriöseste Zeitverschwendung nach den von merkwürdigerweise nackigen Moderatorinnen präsentierten Rateshows auf vergleichbaren Sendern. Also, ich würde das ja nicht machen, aber das müssen sie schon selber wissen, sind ja schon groß, wie man an den körperlichen Details erkennen kann.

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So...

...das DSFL läuft wieder. War gar nicht so schwierig. Ich habe einfach auf einer Heißlinie angerufen und dort brühwarme Informationen abgeschöpft. Auf Basis dieser Anweisungen habe ich in der Küche den Stecker vom Toaster und vom Wasserkocher rausgezogen, und dafür den vom Radio reingemacht. Sender gesucht, 88,8 gefunden, et voilà: Mit einem Schlag fühlte ich mich um gut zwanzig Jahre älter.

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Ironie

Ironie versteht nicht jeder. Das musste ich selber erst am Samstag wieder am eigenen Leib erfahren. Halb so wild, es war gegen Ende einer langen und lustigen Veranstaltung, da fehlt schon auch einfach mal die Konzentration. Ich schicke diese Zeilen ohnehin nur voraus, damit die B.Z. und der assoziierte "Staranwalt" Peter Raue auch wissen, dass die folgenden Zeilen hundertprozentig ironisch gemeint sind.

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Veranstaltungshinweis

Ich gebe hier ja eher selten Rückblicke auf Leseveranstaltungen mit eigener Beteiligung, geschweige denn dass ich, von der Terminleiste rechts abgesehen, sie im Vorfeld bewerbe. Eigentlich fast merkwürdig, wenn man bedenkt, dass das hier immerhin der Blök eines Lesebühnenautors ist. Doch so vieles ist merkwürdig - vielleicht möchte ich ja unterschwellig darauf hinweisen, immer wieder und wieder, wer weiß?

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Wem der Esel schreit

Beim anspruchsvoll gesteckten Dealerslalom in der Hasenheide schrie, als ich soeben das Tiergehege passierte, der Esel. Alles aber auch alles legte er in diesen einen Schrei: Verzweiflung, Schmerz, Einsamkeit, aber auch Fröhlichkeit, Übermut und Keuchhusten. "Warum schreit er so?", dachte ich bei mir, und dann fiel es mir siedendheiß ein: Er meint mich!

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